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Das Ende des Krieges und die Demobilisierung 1918

Nach der endgültigen Einstellung der Kampfhandlungen am 4. November marschierte das Bataillon von DOMEGGE weiter entlang des CADORE-Tals und erreichte am 5. November ST. STEFANO [heute SANTO STEFANO DI CADORE) und am 6. November PADOLA.

Der Interimskommandant der Kopaljäger, Hauptmann FRITZ, mit seinen Offizieren auf dem Marsch zwischen SAN STEFANO und PADOLA. ROST Alfred, die Kopaljäger im 1. Weltkrieg.
Der Interimskommandant der Kopaljäger, Hauptmann FRITZ, mit seinen Offizieren am 6. November 1918 auf dem Marsch zwischen SAN STEFANO und PADOLA - aus ROST Alfred, Geschichte des k.u.k. Feldjägerbataillons KOPAL 1914-1918, WIEN 1938 - Beim Klick auf das Bild öffnet sich ein neues Fenster mit einer grösseren Darstellung des Bildes!

Letzte Rast auf italienischem Boden in PADOLA und der Marsch zur Reichsgrenze

In PADOLA wurde – trotz der Übereinkunft betreffend des Sicherheitsabstandes von 2 Kilometern – dem nachrückenden italienischen Regiment ein Nachtquartier eingeräumt und der Regimentskommandant zum Abendessen der Offiziere der Kopaljäger eingeladen. Statt einer erholsamen Nachtruhe traf jedoch noch am Abend der Befehl der Division ein, die rund 11,5 km entfernte Reichsgrenze am Kreuzbergsattel noch vor 2400 Uhr am 6. November zu passieren, da sämtliche Mannschaften welche sich danach noch auf italienischem Gebiet befinden in Gefangenschaft gehen und sämtliches Kriegs- und Versorgungsmaterial welches sich danach südlich der Grenze befindet den Italienern zu übergeben wäre. Das Bataillon brach daher sofort auf, die Geschütze am Beginn der Kolonne über die Serpentinen zum Pass um sie zuerst über die Grenze zu bekommen. Erst nach dem Passieren der Grenze konnte das Bataillon in eisiger Höhe am Kreuzbergsattel (heute italienisch: PASSO MONTE CROCE) nach Mitternacht bei lodernden Feuern ein wenig rasten.

MOOS um ca. 1950 Blickrichtung Süden – in der rechten Bildhälfte ist das FISCHLEINTAL zu erkennen. Bei den Dolomitengipfeln sind der Elfer-, Zwölfer- und Einserkogel in der Mitte zu erkennen. Links ist die Straße vom KREUZBERGSATTEL zu erkennen. Sammlung ECKEL.
MOOS um ca. 1950 Blickrichtung Süden – in der rechten Bildhälfte ist das FISCHLEINTAL zu erkennen. Bei den Dolomitengipfeln sind der Elfer-, Zwölfer- und Einserkogel in der Mitte zu erkennen. Links ist die Straße vom KREUZBERGSATTEL zu erkennen.Sammlung ECKEL - Beim Klick auf das Bild öffnet sich ein neues Fenster mit einer grösseren Darstellung des Bildes!

Bei Morgengrauen ging es den Pass auf österreichischer Seite hinunter, durch MOOS (heute italienisch: MOSO di SESTO) hindurch bis SEXTEN (heute italienisch: SESTO) , wo erstmals am 7. November wieder auf (damals noch) österreichischem Boden genächtigt wurde. Am späten Nachmittag wurde abermals von den nachkommenden Italienern um Quartier gebeten, welches ebenso wie in PADOLA gewährt wurde. Eine Postenkette trennte jedoch die Quartiere der Italiener von jenen der Österreicher.
SEXTEN mit Blick auf die Dolomiten im Süden ca. 1918 bis 1920. Sammlung ECKEL
SEXTEN mit Blick auf die Dolomiten im Süden ca. 1918 bis 1920. Sammlung ECKEL - Beim Klick auf das Bild öffnet sich ein neues Fenster mit einer grösseren Darstellung des Bildes!

Ankunft in INNICHEN

INNICHEN ca. 2 Jahre später Blickrichtung Süden gegen die Dolomiten. Links im Vordergrund ist die markante Kaserne des k.k. Landesschützen-Regiments „Innichen“ Nr. III (mit dem Regimentskommando sowie dem IV. Bataillon mit den 8.-10 und einer MG Abteilung) zu erkennen (heute: Kaserne des 6. Reggimento Alpini). Rechts ist der Bahnhof zu erkennen, der damals noch ausserhalb des Ortskernes lag. Links hinten ist undeutlich das Tal des FISCHLEINBACHS zu erkennen, welchem das Bataillon auf dem Weg vom KREUZBERGSATTEL ab MOOS folgte. Sammlung ECKEL
INNICHEN ca. 2 Jahre später Blickrichtung Süden gegen die Dolomiten. Links im Vordergrund ist die markante Kaserne des k.k. Landesschützen-Regiments „Innichen“ Nr. III (mit dem Regimentskommando sowie dem IV. Bataillon mit den 8.-10 und einer MG Abteilung) zu erkennen (heute: Kaserne des 6. Reggimento Alpini). Rechts ist der Bahnhof zu erkennen, der damals noch ausserhalb des Ortskernes lag. Links hinten ist undeutlich das Tal des FISCHLEINBACHS zu erkennen, welchem das Bataillon auf dem Weg vom KREUZBERGSATTEL ab MOOS folgte. Sammlung ECKEL - Beim Klick auf das Bild öffnet sich ein neues Fenster mit einer grösseren Darstellung des Bildes!

Am nächsten Tag wurde INNICHEN (heute auch italienisch: SAN CANDIDO) erreicht wo bereits das ganze Chaos der sich auflösenden Vielvölkerarmee und der Soldaten der Länder, welche sich bereits von der Monarchie losgesagt hatten, zu sehen war. Die Kopaljäger konnten sich aber – nun wieder unter der Führung ihres Bataillonskommandanten Obstlt BUSSCHE - vom Chaos absondern und in gewohnter Disziplin die Nacht verbringen.
„Diner“ in INNICHEN am Bahnhof am 8. November 1918 - von Links: Lt. ERTL, Olt SCHÖNAUER, Hptm FRITZ, Lt SILBERMANN, ROST Alfred, Die Kopaljäger im 1. Weltkrieg
„Diner“ in INNICHEN am Bahnhof am 8. November 1918 - von Links: Lt. ERTL, Olt SCHÖNAUER, Hptm FRITZ, Lt SILBERMANN, ROST Alfred, Die Kopaljäger im 1. Weltkrieg - Beim Klick auf das Bild öffnet sich ein neues Fenster mit einer grösseren Darstellung des Bildes!

Ankunft in WIEN und Demobilisierung

Nach der Nächtigung in INNICHEN wurde das Bataillon am 9. November samt den geretteten Versorgungsgütern, welche der Proviantoffizier Oberleutnant DONAT während des Rückmarsches aufgesammelt hatte, im Eisenbahntransport nach WIEN verlegt, wo es am 10. November am Bahnhof WIEN-MATZLEINSDORF (Heute: Betriebsbahnhof des Wiener Hauptbahnhofes und Schnellbahnstation Matzleinsdorfer Platz) entladen wurde.
Nach der Begrüßung durch den, am 8. November bestellten, neuen Oberbefehlshaber der „Deutsch-Österreichischen Wehrmacht“, Feldmarschall-Leutnant Alfred von BOOG, dem ehemaligen Kommandanten der 25. Infanterie Truppendivision marschierte das Bataillon in die Breitenseer Kaserne (Heute: Teil 1 ehemalige BIEDERMANN-HUTH-RASCHKE Kaserne verkauft 2013 und Teil 2 VEGA-PAYER-WEYPRECHT Kaserne - Heereslogistikschule – Beide seit 1938 im 14. Wiener Gemeindebezirk eingemeindet).
Dort wurde das Bataillon demobilisiert. Die 1914 aus Zivilbeständen gestellten Fuhrwerke und Pferde des Trains wurden zurückgegeben bzw. soweit vorhanden Ersatz geleistet. Die Restbestände an Lebensmittel, welche vom Rückzug mitgebracht wurden – 40 Sack Mehl, 8 lebende Ochsen, 10 Sack Zucker und große Mengen an Stroh und Heu für die Pferde – wurden abgegeben, die Bataillonskassa abgerechnet und Kanzleiunterlagen und Gepäck nach ST. PÖLTEN zur Ersatzkompanie gesendet. Als letzter Akt nahmen die verbliebenen Soldaten des Bataillons voneinander Abschied und machten sich auf den Weg zu ihren Wohnorten im neu gestalteten Österreich. Nach 105 Jahren endete somit die Geschichte der ersten Kopaljäger.

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