»Kopaldenkmal ZNAIM
»Kopal-Gedenkmedaille 1853
»Kopalgrab ST. PÖLTEN
»10er Denkmal STOCKERAU
»Verkehrsflächen
»Denkmäler VICENZA
»Invaliden-Stiftung (ehem.)
»Wächterhäuschen (ehem.)
»Kopal-Cabinett (ehem.)
»Kopal-Jäger-Museum (ehem.)
»Kopalkaserne (ehem.)
»Opferdatenbank

Die Grab- und Denkmäler in VICENZA

Anlässlich der 150 Jahrfeier des italienischen Staates im Jahr 2011 wurde in einem gemeinsamen Projekt der Alpini Veteranen Gemeinschaft VICENZA, dem Museum „Risorgimento“ und der Stadt VICENZA eine Dokumentation der Denkmäler zu den Ereignissen vom 10. Juni 1848 erstellt und in einem Rundwanderweg um das historische Schlachtfeld dokumentiert. [1]

Nach dem Ende der Kämpfe am 10. Juni 1848 bauten die eingesetzten österreichischen Einheiten eine große Anzahl von kleinen und größeren Denkmälern, Gedenksteinen, Grabhügeln usw. um an ihre gefallenen Kameraden zu erinnern, welche zum Teil in Massengräbern bestattet wurden.

Dabei sind jene Monumente der 10er Jäger hervorzuheben:

Der Cenotaph an der Viale X. Giugno [Straße des 10. Juni]

VICENZA Cenotaph an der Viale X. Giugno im Juli 2013  VICENZA Cenotaph an der Viale X. Giugno Detail im Juli 2013

Die Beschreibung der Alpini-Homepage "Bei der Abzweigung eines Pfades von der „Dorsale dei Berici“ zur VILLA GUICCIOLI ein Cenotaph [„leeres Grab“/Grabmal] zur Erinnerung an das Jägerbataillon Nr. 10" ist insofern verwirrend, als die Abzweigung von der Viale X. Giugno neben welcher der Cenotaph steht nicht zur VILLA GUICCIOLI führt, sondern südöstlich von der Viale X. Giugno in Form einer Zufahrt zu Häusern abzweigt und danach in einen Fußweg ins Tal übergeht. Von Alfred ROST wird angenommen, dass das Bataillon über diesen Zufahrtsweg aus dem Tal von der Brigade STRASSOLDO kommend zum Angriff angetreten wäre. Da dieser Weg jedoch gänzlich am Vorderhang des MONTE BELLA GUARDIA liegt, wäre das Bataillon ungedeckt vor der Linie der eigenen Kammerbüchsenschützen auf den westlichen Abhängen des BELLA GUARDIA, welche die italienischen Scharfschützen auf dem Gegenhang der VILLA GIUCCIOLI niederhielten und dem feindlichen Feuer anmarschiert. Aus der Beurteilung des Geländes, der Schilderung des Sturmes in STRACK und italienischen Quellen ist wahrscheinlicher, dass das Bataillon nach seiner Zuteilung zur Brigade CULOZ aus seiner Bereitstellung als Reserve in der heutigen Strada della Commenda über die Kreuzung bei Santa Margherita und die Viale X. Giugno anmarschierte.
Der Cenotaph soll die Stelle markieren, an welcher KOPAL vor der Barrikade über die Straße den Treffer in den Oberarm erhielt.

  • Im Park des PALAZZO CARCANO ein Hügel mit einem hölzernen Kreuz in Erinnerung an die gefallenen Jäger des Jägerbataillons Nr. 10
  • Auf dem Anwesen des „Count Nievo Barbarigo“ eine Ziegelmauer mit einem „X“ markiert, vermutlich ebenfalls mit Bezug auf die Bataillonsnummer des Jägerbataillon Nr. 10, sowie ein Hügel mit einem hölzernen Kreuz in Erinnerung an Korporal J. MAIER vom Jägerbataillon Nr. 10

Privatkapelle des Palazzo Pasini

"In der Privatkapelle des PALAZZO PASINI: Eine Gruft mit dem amputierten rechten Arm des Oberst KOPAL sowie den Überresten des Hauptmann PIRKER und zweier weiterer Jäger".

VICENZA Palazzo Pasini Vorderansicht von der Strada Provinciale 19 im Juli 2013   VICENZA Kapelle des Palazzo Pasini an der Via Breganzola im Juli 2013

Etwas versteckt liegt die leider versperrte Kapelle des Palazzo Pasini, in welcher - im Gegensatz zur italienischen Angabe - der Oberarm Karl von KOPAL´s nur bis zu seiner Überführung nach ZNAIM lag. Bei den noch in der Gruft verbliebenen Überresten dürfte es sich neben zwei namentlich nicht bekannten Zehnerjägern tatsächlich um Hauptmann Anton Friedrich BIRKEL v. BIRKENBURG, Kommandant der 2. Kompanie, handeln, welcher im Bereich des Klosters am Monte Berico beim Sturm auf eine feindbesetzte Villa tödlich getroffen wurde und wenig später verstarb.

Weitere kleinere Monumente werden angeführt, können jedoch teilweise nicht eindeutig Einheiten zugeordnet werden.

Das Beinhaus vor der Basilika Madonna del Monte Berico

1857 ersuchten die Offiziere der Österreichischen Garnison in VICENZA den Kaiser um die Errichtung eines Beinhauses in der Nähe der Basilika am MONTE BERICO um die Überreste der gefallenen 787 Soldaten und 40 Offiziere aus den Massengräbern zu sammeln. Das Beinhaus wurde 1862 während des letzten Besuchs Kaiser Franz Josef´s I. im Veneto seiner Bestimmung und der Obhut des Klosters und seiner Mönche übergeben.

VICENZA MONTE BERICO - BEINHAUS Westseite im Juli 2013 im Juli 2013    VICENZA MONTE BERICO - BEINHAUS Südseite im Juli 2013

VICENZA MONTE BERICO - BEINHAUS Nordseite im Juli 2013 im Juli 2013    VICENZA MONTE BERICO - BEINHAUS Ostseite im Juli 2013

Die Ostseite, welche zur Basilika gewendet ist, trägt die Inschrift:

FRANCISCUS JOSEPHUS IMPERATOR
OSSIBUS MILITUM
QUI DIE X JUNII MDCCCXLVIII
HIS IN LOCIS
PRO AUSTRIAE INCOLUMITATE
SINGULARI VIRTUTE DIMICANTES
MORTE GLORIOSA OCCUBUERUNT
PIE CONLECTIS ET SEPULTIS
P. C.

Bereits 1866 wollte man das Beinhaus demolieren, der italienische Innenminister intervenierte jedoch nachdrücklich bei den Stadtverantwortlichen in VICENZA und erinnerte sie an die zivile Verantwortung und die christliche Pietät in Bezug auf die Monumente der gefallenen österreichischen Soldaten in Italien. [2]

Der Legende nach traten dagegen die Stadtväter von VICENZA 1924 bei der Errichtung des italienischen Denkmals und der Eröffnung der PIAZZALE DELLA VITTORIA am 23. September 1924 dem Wunsch von Benito MUSSOLINI nach Demolierung des österreichischen Beinhauses entgegen.

Im Rahmen der 150 Jahr Feiern 2011 wurde das Beinhaus restauriert und am 10. Juni in einem gemeinsamen Gedenken präsentiert.

 

Go to Top of Page    www.kopaljaeger.at - Impressum © 2006 - 2017    Go to Top of Page